Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

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Moderator: Jürgen W.

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Peter M.
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Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Peter M. »

Ich hab mich dann in ich mal um um meine Jota, die blaue Elise, gekümmert, die mir auf dem Rückweg vom Münsterland Treffen vor zwei Jahren ( oder sind es schon 3 Jahre :shock: )auf der BAB beim Umschalten auf Reserve kaputt gegangen ist. Hat so lange gedauert, weil ich gefrustet war und das Ding erstmal in die Ecke gestellt habe. Nachdem ich jetzt öfter wieder Breganze Dreizylinder gefahren bin, ich habe mir ja eine RGS gekauft, dabei gemerkt habe was mir fehlt, habe ich mich dran gemacht die Elise wieder heile zu machen.

Am Sonntag habe ich alles so weit vorbereitet, dass ich den Motor ausbauen kann. Ist bei einer 120° Jota nicht ganz einfach. Ist Millimeter Arbeit. Ich habe ihn mit einer kleinen Motorhebebühne hochgehoben, in die Motorhalterung vorne und hinten auf beiden Seiten Rohre festgeschraubt, so dass ich in von zwei Seiten greifen kann. Dann haben wir ihn leicht angehoben, nach links rausgeschoben und auf einem Podest abgesetzt.

Kopf runter ging relativ schnell. Und dann habe ich das Desaster schon gesehen. Am mittleren Zylinder ist das äußerste Ventil krumm. Beim Zerlegungen hat ich dann rausgestellt, dass am mittleren und äußeren Zylinder die Führung/Ventil gefressen haben. Am äusseren Zylinder ist das Ventil noch gerade, aber ich kann's nicht drehen und ich krieg es auch nicht wirklich raus. Nen Abdruck von Ventil habe ich auf dem mittleren Kolben auch.
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Gerade habe ich mit Roger gesprochen er meint das er zu heiß geworden ist. Wenn die Führung fressen muss es da richtig mucklich warm gewesen sein. Und Autobahn ist auch nicht so prickelnd. Wenn man seine Vergaser, wie ich, am Prüfstand zylinderselektiv auf leicht fett eingestellt hat heißt das nicht, dass es auch auf der Autobahn leicht fett ist. Da das meistens auf Beschleunigungsprüfständen erfolgt und kein Lastpunkt angefahren werden kann ist eine Fahrt auf der Autobahn schwer zu simulieren. Dann kann ich mal wieder Lehrgeld bezahlen😩.
Werde den Zylinderkopf zu HT Motorenbau in den Teutoburger Wald geben. Die haben bei meiner MZ schon sehr gute Arbeit geleistet. Roger ist bei OCT nur noch eine Oneman-Show. Da wird es dann wohl noch länger dauern als sonst.

Über eine Benzinpumpe denke ich auch nach.
Und dann schau ich mal, ob der Holländer, der meinen Vergaser an der MZ abgestimmt hat, auch der Richtige für die Mikunis an meiner Jota ist.
Werde euch auf dem Laufenden halten.

Etwas deprimiert Grüsse vom Niederrhein
Peter
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Scheng
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Scheng »

Hallo Peter,
es freut mich, dass Du die Blaue Elise nicht verkaufst und wieder fertig machst. Es stimmt, die Kapazitäten in der Branche sind geschrumft. Ein Trend, bei dem zu befürchten ist, das er sich leider fortsetzen wird.

Jürgen hat bei seinen Maschinen zeitweise ein Lambda-Prüfgerät montiert und damit lange Testfahrten gemacht, gerade um auch Autobahn abzudecken.

Piet könntest Du auch noch fragen, aber auch der ist Rentner und hat sicherlich ebenfalls Wartezeiten.

Daumen drück Gruß,
Jo
Andre G
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Andre G »

Hallo Peter,
ich kann komischerweise deine Nachricht nicht lesen, kannst es aber über das internationale Forum probieren oder per What app😉
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Alex M.
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Alex M. »

Tach, ich bin’s wieder...

"AAAUUUUAAAA..." die Fotos tun ja körperlich weh!!! :shock:

Das ist wirklich bitter.

Ich find’s aber klasse, dass Du die blaue Elise wiederbelebst. Die Maschine war für mich immer eine Inspiration — ich sag nur: Ansaugstutzen... ;-)

Was ich mich frage: Hast Du den Bock auf der Autobahn wirklich so hart rangenommen, dass beim Umschalten auf Reserve der Durchfluss knapp wurde und der Motor unter Last abgemagert ist? Oder ist die Abstimmung generell sehr „spitz auf Knopf“?

Magerlauf unter Autobahn-Dauerlast klingt natürlich absolut plausibel, gerade wenn die Abstimmung auf dem Prüfstand zylinderselektiv zwar leicht fett war, aber kein echter Lastpunkt wie auf der Autobahn simuliert wurde. Wenn dann beim Umschalten auf Reserve noch der Benzinfluss nicht mehr sauber reicht — Benzinhahn, Filter, Tankentlüftung, Schwimmerstände etc. — kann das natürlich schnell hässlich werden.

Trotzdem würde ich die Ölseite nicht ganz ausklammern. Nicht als Gegenargument zu Magerlauf-/Überhitzung, sondern eher zusätzlich. Wenn es im Kopf so heiß wurde, war das Öl wahrscheinlich auch entsprechend dünn. Dann wird jede Schwäche in der Schmierung relevant. Ich würde mir daher auf jeden Fall auch den Zustand der Ölpumpe, deren Antrieb, die Ölkanäle zum Kopf und die Laufspuren an Nocken/Kipphebeln/Lagerstellen ansehen.

Ich meine, Du hast ja die große Ölpumpe verbaut, oder? Trotzdem bleibt das bei den alten Laverdas ja eher eine robuste Fördermengen-Geschichte als ein modernes Hochdruck-Schmiersystem. Wenn da Verschleiß, zu großes Spiel oder irgendwo ein Engpass dazukommt, kann das bei heißem Öl und Autobahnlast sicher nicht helfen.

Die Idee mit der Benzinpumpe finde ich deshalb gar nicht abwegig. Vergiss bloss nicht die Tankentlüftung.

Mach sie bitte wieder heile, büdde, büdde!!!

Das ist ein einzigartiges Moped.

Liebe Grüße aus Zypern
Cheers mate,
Alex
Wie jetzt? Das soll original bleiben?!
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Peter M.
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Peter M. »

Hey Alex,

Schön mal wieder von dir zu hören. Ja, sie kommt wieder ins Leben. Versprochen!
Erst recht wenn du so schöne Worte für mein Mopped brauchst. Bin ein wenig errötet. Und fett stolz!

Ich habe den Motor bei OCT vor 5000km komplett überholen lassen.
Aus meiner Sicht sollten damit alle mech. Teile aussen vor sein.
Grosse Ölpumpe hat sie. Wenn die nen Fips gehabt hätte hätten Roger und Piet die ausgetauscht.
So habe ich sie bei der Revision des Motors kennengelernt.

Ich denke es hat mit dem Gemisch zu tun. Ich bin auf dem Rückweg vom Tönn zügig über die Landstraße gefahren.
Auf der BAB bin ich ca. 8km so 160 gefahren. So um die 5500 bis 6000 Umdrehungen. Als der Sprit ausging habe ich auf Reserve gestellt, aber ich Depp habe das Gas stehen lassen und dabei auf Reserve geschaltet. Das war wohl einer der Fehler.
Öltemperatur war, es war da durchaus noch warm, über Messstab gemessen um die 100°C und hinterm Ölkühler deutlich niedriger.
Da habe ich mir keine Sorgen gemacht.

Ich werde mich mal auf die Vergaser konzentrieren und nach der erneuten Prüfstandabstimmung mal eine längere Lambda Messung während der Fahrt am mittleren Zylinder machen. Sollte doch in den Griff zu kriegen sein ...

Grüsse nach Zypern
Peter
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klaus25
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von klaus25 »

ch finde es immer spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Herangehensweisen bei den alten Laverdas sind – am Ende zählt ja, dass sie zuverlässig laufen und Spaß machen.
oyostepper.de bietet folgende Produkte online an: linearer Schrittmotor, Schrittmotor mit Getriebe, Spindelmotor.
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Peter M.
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Peter M. »

Moin!

Heute den Kopf, Kolben und Block beim Motorenbau im Teutoburger Wald abgegeben.
Hat auch zu tun. Erster Befund von ihm auch nicht vor Ende Juni. Bin gespannt!

Gruss
Peter
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von FRRRanky »

Peter M. hat geschrieben: 22.05.2026, 21:49 vor 5000km komplett überholen lassen.
aua, das ist bitter (war bei der Atlas auch so, Komplettrevision, 10 tsd km spaeter Pleuellager im A....=> Schnauze entgueltig voll => MZ gekauft)

hm, irgendwie muffelt die Geschichte.
160 ist ja weit weg von Vollast - dass das >prinzpiell< am Verfahren "Pruefstandabstimmung" liegt, ist eigentlich auszuschliessen, da muessten ja reihenweise Motoren die Graetsche machen (grad die Kollegen auf der Rennstrecke).

Reserve Umschalten als Hauptursache klingt a bissler nach "bequemer Erklaerung" ;)
Ist traditionell der "Moment der Angst" bei alten 2- Taktern, aber bei einem "gesunden" 4er??
Das war woh eher der Tropfen zuviel fuers Fass.

Wuerde daher rechts u. links schauen:
"Pfusch" bei Pruefstandsabstimmung ? muesste aber ein massiver Fehler sein
Haben die (kuehlen) Einlassventile auch gefressen?
Irgendwas an den Kerzen auffaellig?
Spiel Ventilfuehrung korrekt?
Oelversorgung Kopf ok ? Fressspuren an Nockenwellenlagern? Oelkanaele frei?
Nachtraeglich was am Gaser gefummelt ? (nachgeruestete Benzinfilter etc)

usw usw usw.
Ich trau nur noch Motorrädern, die ich persönlich verpfutscht hab.
LAOR : http://or600.webspace.rocks
WWW : http://www.rrr.de/~franky
LCF : https://www.laverda-lcf.fr
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Alex M.
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Re: Habe angefangen die Elise zu reparieren ...

Beitrag von Alex M. »

Ich finde Franky's Herangehnsweise sehr plausibel. Fressen bei kurzzeitig mageren Gemisch hört sich für mich auch eher nach Zwotokter an. Meine frühere Mach 1 konnte das super... War aber auch ne Selbstzerstörungsmaschine....
Wie jetzt? Das soll original bleiben?!
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