Am Sonntag habe ich alles so weit vorbereitet, dass ich den Motor ausbauen kann. Ist bei einer 120° Jota nicht ganz einfach. Ist Millimeter Arbeit. Ich habe ihn mit einer kleinen Motorhebebühne hochgehoben, in die Motorhalterung vorne und hinten auf beiden Seiten Rohre festgeschraubt, so dass ich in von zwei Seiten greifen kann. Dann haben wir ihn leicht angehoben, nach links rausgeschoben und auf einem Podest abgesetzt.
Kopf runter ging relativ schnell. Und dann habe ich das Desaster schon gesehen. Am mittleren Zylinder ist das äußerste Ventil krumm. Beim Zerlegungen hat ich dann rausgestellt, dass am mittleren und äußeren Zylinder die Führung/Ventil gefressen haben. Am äusseren Zylinder ist das Ventil noch gerade, aber ich kann's nicht drehen und ich krieg es auch nicht wirklich raus. Nen Abdruck von Ventil habe ich auf dem mittleren Kolben auch.
Gerade habe ich mit Roger gesprochen er meint das er zu heiß geworden ist. Wenn die Führung fressen muss es da richtig mucklich warm gewesen sein. Und Autobahn ist auch nicht so prickelnd. Wenn man seine Vergaser, wie ich, am Prüfstand zylinderselektiv auf leicht fett eingestellt hat heißt das nicht, dass es auch auf der Autobahn leicht fett ist. Da das meistens auf Beschleunigungsprüfständen erfolgt und kein Lastpunkt angefahren werden kann ist eine Fahrt auf der Autobahn schwer zu simulieren. Dann kann ich mal wieder Lehrgeld bezahlen
Werde den Zylinderkopf zu HT Motorenbau in den Teutoburger Wald geben. Die haben bei meiner MZ schon sehr gute Arbeit geleistet. Roger ist bei OCT nur noch eine Oneman-Show. Da wird es dann wohl noch länger dauern als sonst.
Über eine Benzinpumpe denke ich auch nach.
Und dann schau ich mal, ob der Holländer, der meinen Vergaser an der MZ abgestimmt hat, auch der Richtige für die Mikunis an meiner Jota ist.
Werde euch auf dem Laufenden halten.
Etwas deprimiert Grüsse vom Niederrhein
Peter
Laverda-Register-Forum